Im Zweifel nicht laufen

11Dez09

Ich habe es gerade über den Twitter-Ticker geschickt. Mit mir und der GM-Hütter „Null“ wird’s mal wieder nichts. Und wie habe ich mit mir gerungen: die Wochen davor, wann kann ich endlich wieder laufen, wie bekommen mir 20 Kilometer, kann ich mich zu 30 durchringen?

Ja, ich konnte, vergangenen Sonntag, und war dabei (absichtlich) langsam wie nie. Was dann kam, spottet jeder Beschreibung. Der Taktik entsprechend, die ich nach dem Marathon und bis zu der überraschenden Teilnahme an den „Trailrun Worldmasters“ gefahren bin, wollte unter der Woche gar nicht laufen; oder vielleicht mal 10 Kilometer zum Lockern der Muskulatur. Aus Zeitgründen blieb es dann bei gar nicht, dazu Weihnachtsmarktbesuche und „Die Feuerzangenbowle“ (nicht nur der Film…). Doch die nicht gelaufenen Lockerungsläufe quälten mich. Außerdem wachte und wache ich jeden morgen mit einem Ansatz von Halsschmerzen und dem Druckgefühl einer leichten Bronchiengeschichte auf.

Sobald ich draußen bin, mich bewege, bin ich natürlich ein anderer Mensch: „Ich fahre hin!“ ruft es dann einfrig aus meinem Hinterkopf, doch dann werde ich wieder müde, und dabei träume ich von allem, aber bestimmt nicht von 50 Kilometern bei feuchter Kälte, inklusive einer Nacht in der Turnhalle und einer Hin- und Rückfahrt von je über 200 Kilometern. Ich fahre hin, ich fahre nicht hin, ich laufe, ich laufe nicht…

Nun sitze ich hier, in der Bibliothek vor dem Laptop (habe gerade meinen O2-UMTS-Stick freigeschaltet), und habe unverhofft viel mehr von meinem Wochenende frei als geplant. Kennt das jemand, dass man sich dann trotz der Erleichterung und trotz der ganzen anderen Dinge, auf die man sich auch freut, erstmal leer fühlt. Und ich wäre so gern in diesem Lebensjahr noch einen langen Kanten gelaufen. Aber vielleicht sollte ich mir dies nicht nur merken, sondern auch üben, mich öfter dran zu halten: Im Zweifel, laufe nicht!



4 Responses to “Im Zweifel nicht laufen”

  1. 1 Hannes

    „Im Zweifel, laufe nicht“ – in gewissen Fällen sollte man sich das wirklich öfter sagen, auch wenn es nicht immer zutrifft. Wenn man nur von der Motivation her Zweifel hat, na, los, ab auf die Strecke.

    Doch viel eher beziehungsweise noch immer viel zu selten kommen wahrscheinlich die Zweifel des Körpers, ob man wirklich dafür fit bist. Man kann es vielleicht schaffen, sich durchkämpfen – aber wenn man vorher so daran zweifelt, ist es vielleicht wirklich besser, es zu lassen.

    Schade aber weise.
    Es kommt schließlich noch das Jahr 2010, und die Trailrun Worldmasters waren ja auch nicht ohne😉

  2. @Hannes:
    Ich denke auch, dass es bei mir Zweifel des Körpers sind, und wenn er so laut zu mir spricht, dass er damit tatsächlich Erfolg hat … muss ich wohl wirklich erstmal ’n bisschen aufpassen😎

  3. 3 Ralph

    Wenn es nicht geht, geht es einfach nicht! Auf seinen Körper sollte man hören, das muss ich auch gerade erfahren.
    Und Hannes hat recht, 2010 kommt ja auch noch🙂

  4. Mensch Christiane mach dir doch selber nicht so viel Druck.
    Das Jahr 2010 kommt und da wirst du einiges auf die bzw. unter die Beine nehmen.
    Vielleicht sieht man sich auf den ein oder anderen Wettbewerb. Ich würde mich freuen.

    LG
    Marco


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