Auf wie wenig darf man stolz sein?

26Jan12

Nach dem „Willkommens“-Post für euch und Sie, meine Leser/-innen, starte ich das Blog-Jahr mal mit einer positiven Meldung:

Ich bin dissertationsmäßig wieder auf der Spur, habe jetzt von 5 Arbeitstagen 5 etwas daran gemacht!

Allerdings, allerdings: In den Enthusiasmus schleichen sich Zweifel. Denn ich habe den Eindruck, schleppend voran zu kommen. So habe ich von Mo bis Mi komplett damit verbracht, mein methodisches Vorgehen in einer Powerpoint-Präsentation zu erklären. Und heute habe ich mich damit beschäftigt, endlich den ersten Schritt (vor den dritten, vierten und weiteren bereits gemachten) zu tun, und mein Material mal komplett zu sichten und darüber in einer Tabell Buch zu führen. Hat den ganzen Nachmittag gedauert.

Zwar ist es nicht so, dass das alles reine „Fleißarbeiten“ wären. Immer wieder fallen mir dabei Fehler und Unstimmigkeiten in der Weise auf, wie ich meine Daten geordnet und transkribiert habe. Immer wieder bin ich dann direkt „reingegangen“ und habe das glatt gezogen. Meine auch mal irgendwo gelesen zu haben, dass man als Wissenschaftler die Arbeit am Material auch gerade nicht delegieren sollte, da einem nur dabei die neuen Erkenntnisse kommen. Mag sein.

Trotzdem habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen, Feierabend zu machen. Irgendwie bleibt der Eindruck, erbärmlich wenig geschafft zu haben. Erfahrungswerte, anybody?



5 Responses to “Auf wie wenig darf man stolz sein?”

  1. Ich könnte an Erfahrungswerten nur bieten, dass ich öfter bei meinem Studentenjob (4h/Woche) den Eindruck habe, nichts zu schaffen. Mein Umgang damit? Ich finde mich damit ab. Das ist für dich aber wohl eher weniger die richtige Einstellung😉

    Vielleicht dann eher: „Nicht verzweifeln. Du brauchst nun mal so lange, wie du brauchst?“ Der Eindruck, nicht voran zu kommen, kann ja auch daher rühren, dass das Ganze einfach ein extrem großer Brocken Arbeit ist. Und das darf er bei dir durchaus sein.

    • 2 Christiane

      @Hannes:
      Ja, da hast du wahrscheinlich Recht. Und es ist wahrscheinlich auch ein gar nicht so unpassender Tipp, mich (in Grenzen) damit abzufinden.

  2. 3 Christian Tux

    Vermutlich besteht kein Grund zur Besorgnis. Gerade wenn man sich so lange und intensiv mit einem Thema beschäftigt, hat das Gehirn alle profanen Fleißarbeiten ja schon als erledigt abgehakt. Man schuftet dann Stunden und Tage, wird selbst dabei aufgehalten, weil man u.U. erst einmal Stunden für rein technische Vorbereitungen aufwendet, einen Folienmaster oder sonst irgendwelchen Vorlagen erstellt. Das schlaucht und man ärgert sich nicht oder nur sehr wenig von dem geschafft zu haben, was man sich eigentlich vorgenommen hat.
    Aber: es gehört dazu, es ist zwar ebenso langweilig wie -wierig und nervt irgendwie – ist aber trotzdem ein wesentlicher Teil des Ganzen. Daher kannst du wohl einfach umso mehr stolz sein, wie fleißig du warst. Kopf hoch! Es geht (offensichtlich) vorran

    • 4 Christiane

      @Christian: Was Pinguine so alles wissen. Hast du auch ein süßes Foto von dir???

  3. 5 Sabrina

    Erfahrung: Im ersten Moment Panik (wie soll ich das alles in dem von mir abgesteckten Zeitraum schaffen?), dann die Erkenntnis, dass ich nichts Anderes tun kann als mich regelmäßig dran zu setzen (es dauert so lange, wie es dauern muss), jeder noch so kleinste Fortschritt zählt. Manches dauert länger, manches kürzer als erwartet, das ist dann doch irgendwie beruhigend.:-)

    LG

    Sabrina


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