Produkt-Schnelltest

09Jan13

Gestern kam ein großes und schweres Paket vom Online-Händler. Über 600 Euro hätten zu Buche geschlagen, hätte ich die 11 enthaltenen Produkte (zum bereits reduzierten Preis!) behalten.

Tatsächlich aber behalte ich nun nur 1 Teil:

  • Salomon XT Softshell (in Größe S): Das Shirt in der Farbe „Bay blue“ (für mich eher Türkis) liegt eng an, schränkt dabei aber die Bewegung der Arme nicht ein. Dank Elastizität passt sogar noch ein dünnes Fleece darunter. Mesh-Einsätze am Rücken und unter den Achseln plus Arm-Unterseite werden mit bestimmt willkommene frische Luft bringen!

Die restlichen 9 Teile (bei einem der 10 handelte es sich um Bestellung in 2 Größen) muss ich leider zurückschicken:

  • Merell Lithe Glove women Schuh: Der angebliche Barfußschu escheint mir recht klobig. Während er an Ferse und Mittefuß bombenfest sitzt, erschließt sich mir der Sinn einer Betonharten Zehenbox für’s „natural running“ nicht. Vielleicht ist er mir in 40,5 auch immer noch zu groß? Positiv fallen sofort die hochwertige Verarbeitung und die warme Farbkombi rot-orange auf!
  • Buff-Produkte: Über ein Shirt dieser Firma hatte bereits Hannes Christiansen in seinem Blog berichtet. Mein Kaufgrund waren gerade die fetzigen Farben. Ich bestellte das Longsleeve Tee „Plateau“ in rot, lila abgesetzt und die dazu passende 3/4-Tight „Sherill“. Angenehm empfinde ich bei beiden das innen angrauhte Gewebe. Leider drückt das Tee in Größe S hinten in den Achselhöhlen, die Hose fällt an den Oberschenkeln trotz Größe M recht eng aus. Beide würden aber am Körper bzw. in der Taille in der nächstgrößeren Größe mit Sicherheit schlabbern… Dazu gönnte ich mir noch die Softshelljacke „Panther 2,5 Layer“. Außer dem „coolen“ Schuppendesign mit Türkis-, Schwarz- und Weißanteilen gibt es hier leider keine besonderen Features. Vor allem ist sie vergleichsweise schwer, was keine Lust macht, sie in einen Trail-Rucksack zu packen. Ebenso fehlt eine Tragekonstruktion i n der Tasche, wie man sie von den guten alten Regenjacken kennt. Und gegen Reisverschlüsse unter den Achseln als Belüftung hätte ich auch nichts gehabt – zumal bei einem regulären Preis von 199 Euro (runtergesetzt 119)!
  • Salomon XA Midlayer: Dünne Polafleece-Shirts in weiß ohne besondere funktionale oder dekorative Elemente. Neben der seltsamen Passform – in Größe S zu kurze Ärmel und am Körper viel zu weit – fehlt auch eine kleine Tasche zur Mitnahme eines Schlüssels. Dieses Produkt hatte ich in S und M bestellt.
  • Craft Bodymapped Half Zip: ein simpler Polarfleec-Pullover mit halbem Reisverschluss (von mir sehr geschätzt) und Lüftungseinsätzen aus anderem Material an den Schultern. Mir in der lieferbaren Größe M leider etwas zu groß. Gleichzeitig zweifelhafte Retro-Schick durch groben, weißen Reißverschluss und fehlende Details wie das eben schon bemängelte Fehlen einer Tasche. Für 59,90 Euro reduzierten Preis geht es ganz klar zurück!
  • Craft Lightweight Stretch: Auch dieses Teil, dünner als das „Bodymapped“ und in weiß, war leider nur noch in Größe M lieferbar. Überzeugt mit angenehmem Tragegefühl, ansonsten langweilig und nicht mal mehr klassisch oder retro.

Auch bei den Craft-Produkten bleibt der Zweifel, dass die Ärmellänge in Größe S noch ausgereicht hätte. Dabei ist das Handgelenk die Stelle, die man bei Wind garantiert nicht exponiert haben möchte.

  • Bleiben noch zwei 3/4-Tights: Die Pearl Izumi „Aurora Splice“ kann ich in Größe S über den unteren Teil meiner Oberschenkel gerade so drüberziehen. An der Knie-Hinterseite verfügt sie über Mesh-Einsätze. Diese sind leider so angebracht, dass die Naht quer über den Ansatz des Quadrizeps verläuft, und dort bereits in Ruhe unangenehm einschneidet. Dafür gibt es einen bequemen Bund und eine großzügige Reißverschlusstasche hinten. Quasi „umgekehrt“ sieht es bei der Asics „Ayami Kneetight“ aus. In Größe M ist der Sitz – abgeshen von ein paar kleinen Falten vorn im Schritt – ganz ok. Aufgrund der Bund-Konstruktion mit klebenden Punkten, die wohl den Halt gewährleisten sollen, war aber wohl kein Platz mehr für ein kleines Täschchen. Und da ich kein Gebämsel in Form von Mini-Täschchen, Schu-Täschchen o.ä. mag, ist das wiederum ein Knockout-Kriterium.

Die Kritik bezieht sich natürlich teilweise auf  die Passform, die ja letztlich nichts anderes ist als das Zusammenspiel des Schnitts mit meinem Körper. Dennoch muss ich sagen, dass ich hiervon (man hat nicht immer das Gefühl, es würde sich am Sportlerkörper orientiert) als auch von der Lieblosigkeit, mir der Funktionalität, Design oder beides vernachlässigt werden, enttäuscht bin.

Euch, liebe Leser, hoffe ich einen kleinen Üerblick für etwaige zukünftige Käufe geliefert zu haben. Und vielleicht stolperthierüber ja uch mal jemand aus der Sportbekleidungs-Industrie😉

 

 

 



One Response to “Produkt-Schnelltest”

  1. Jo der Schuh sieht wirklich im Vergleich zu meinem Testschuh heute klobig aus. Und ich kann ehrlich sagen, dass der New Balace Minimus kaum spürbar mit läuft. Probiere den mal…

    Lieben Gruß
    Lutz


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