Berlin-Dresden, 1.Etappe

07Mrz13

Es ist 17 Uhr durch. Nach essen, duschen und wieder essen liege ich auf meinem Bett in der Jugendherberge Kiez Frauensee – und spüre, wie meine Beinmuskeln sich immer wieder anspannen und entspannen. Ein Gefühl, das man wohl niemandem vermitteln kann, der es noch nicht selbst erlebt hat.
58 Kilometer liegen hinter uns, in einer Pace über alles von 6:40 Min./km, doch gelaufen sind wir teilweise deutlich schneller. Wird sich das morgen rächen? Ich weiß es nicht, und befürchte es ein bisschen.
Ansonsten brachte die Etappe viel Schönes: eine Durchquerung Berlins von der Mitte in den Süden auf dem Mauerweg. Das Herauslaufen nach Brandenburg, wo die Siedlungen erst ostalgisch-verwunschen, dann nobel werden und schließlich Platz machen für die Kiefernwälder der Brandenburgischen „Wüste“ mit ihrem wurzeldurchzogenen Sandboden.
Hatte ich schwierige Momente? Ich nehme es an, zumal ich als „Guide“ meiner Gruppe den Geist nie so richtig abschalten und mich in das Kontinuum zwischen Schmerz und Freude, zwischen intensivem Naturerlebnis und den Schritten, von denen jeder schmerzt, verabschieden kann.
Und als wir dann längs eines Maschendrahts liefen, jenseits dessen die Gebäude dieser Herberge zu sehen war, schwankte ich zwischen Wut ob des indirekten Weges und der Freude, erst einmal da zu sein. Der Rest ist Nahrungsaufnahme und Entspannung😉



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  1. 1 2013 – mein Jahr | Diss-Qualifikation

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