Tansania-Bergtouren 2014 (2)

18Mrz14

Ich hatte es ja versprochen, mit besserem Wetter und sichtbar besserer Laune geht es weiter. Von der Miriakamba Hut, in der wir genächtigt und vor der wie in farbenfroher Weise unsere Wäsche getrocknet haben, zur Saddle Hut. Diese ist mit exakten 3.500 Metern üNN angegeben, eine „afrikanische Krankheit“, denn eine Hütte auf 2.500m (Miriakamba), eine auf 3.500 und ein Gipfel auf 4.500 – so exakt fällt kein natürliches Terrain aus…

Während die Sonne durch die Bäume lacht, heißt es für uns Treppen steigen, und zwar nicht zu knapp:

Auf Treppen bergan

Auf Treppen bergan

Das ist zwar anstrengend, aber da sich weder Flora noch Fauna lumpen lassen, vergeht die Zeit wie im Fluge, ich sauge die Atmosphäre des tropischen Waldes ein und kann – während ich da so wandere – kaum fassen, dass ich wirklich hier bin: in den Tropen, in Afrika, auf dem Weg auf einen hohen Berg und auf einer Zwischenetappe zum großen „Kili“:

Tolle Tierwelt: Chamäleon

Tolle Tierwelt: Chamäleon

Beeindruckende Pflanzen

Beeindruckende Pflanzen

Irgendwann, nicht lange nach unserer Frühstückspause, lichtet sich der Wald und geht in Buschland über. Dafür knallt die Sonne nun um einiges unerbittlicher:

Die Sonne brennt

Die Sonne brennt

Doch auch hier bleibt die Pflanzenwelt beeindruckend – bunt und aufmunternd:

Bunte Blumen im Busch

Bunte Blumen im Busch

Nicht zuletzt sind immer mal wieder der Gipfelgrat des Mount Meru, der „Kili“ und vor allem der Little Meru (3820m) als erstes Ziel unserer Akklimatisierungsanstrengungen zu sehen:

Blick von unten zum Little Meru

Blick von unten zum Little Meru

Da sich das Wetter – wie fast jeden Nachmittag, zuzuziehen droht, verzichten wir vorerst auf die Mittagspause. Innerhalb von 20 Minuten stehen wir – steile Serpentinen hinter uns bringend – auf dem Nebengipfel:

Auf dem Little Meru

Auf dem Little Meru

Und um zu beweisen, dass die Höhenluft einen doch gar nicht mal so schlaucht, spiele ich das alte Spiel: die letzten 20 Meter sprinten und einige (in meinem Fall 11) Liegestütze:

Kleiner Fitnesstest trotz Höhe

Kleiner Fitnesstest trotz Höhe

Damit hatte ich für die noch kommenden Gipfel quasi eine Lawine losgetreten – Ausgang ungewiss😉

Nach eine hastigen Abstieg auf der Flucht vor vermeintlich eintreffendem Regen erwies sich der nun folgende Nachmittag als bemerkenswert trocken (und damit erwartungsresistent). Highlights waren ein paar freche Krähen, die ich zu fotografieren vergaß, während sie sich aus meinem Trinkbecher gütlich taten. Und eine Nachverhandlung mit der Agentur, um zumindest auf dem Kili genügend Essen zu haben – denn das hatten wir, gemessen an der Anstrengung – irgendwie nicht.

Eigentlich hätte ich an diesem Abend schlecht schlafen müssen. Die ungewohnte Höhe, mit rund 3.500 müNN so hoch wie nie zuvor in meinem Leben, und die Tatsache, dass wir um Mitternacht die Wanderung zum Gipfel des Meru antreten sollten, hätten es mit sich bringen können. Doch nichts dergleichen …



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